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Technische Fragen? Probleme? Kritik? Lob?
markus@frula.de Bitte !Ich freue mich über jede Mail, die mich
erreicht, aber KEINE Ersatzteilbestellungen
Kauf- oder Verkaufsanfragen, Restaurationsaufträge,Händleranfragen ICH BIN KEIN GEWERBE ! Bitte habt Verständnis, daß ich nicht alles kaufen kann, was mir angeboten wird. Dies
ist nur ein HOBBY, auch wenns nicht so aussieht. |
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Bernardet Y52 Frankreichs rollender Frühstücksstuhl |
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Etwa zur gleichen Zeit als Corradino d’Ascanio, der berühmte Erfinder der Vespa seine ersten Pinselstriche zu Pergament brachte stellten
die Gebrüder Bernardet im Jahre 1946 auf dem Pariser Salon ihren ersten Motorroller aus. Er erinnerte mehr an ein Heizkörper auf Rädern. Keiner wollte ihn haben und es blieb bei einem Prototypen.Rene, Robert und
“Charles” Roger (daher die drei R’s im Firmenlogo) waren seit den 20 er Jahren mit Motorrad-Seitenwagen beschäftigt und hatten sogar ein kleines Zweisitziges Cabriolet gebaut. Nach dem 2. Weltkreig ging es ihnen wie
viele andere Industriefirmen, sie suchten ein neues Betätigungsfeld und fanden es darin, für die erste Mobilisierung der Bevölkerung zu sorgen. Sie hörten vom Erfolg der “Wespe” in Italien und schafften es ihre Kreation
von “kleinem verkleidetem Motorrad mit Duchstieg” ohne Stileinflüsse aus Italien auf die Räder zu stellen. Mit den B und C Modellen hatte die Firma Erfolg, der C50 wurde 1950 der meistverkaufte Roller in Frankreich.
Danach folgten die D und E Modelle mit neuer Karosserie, schließlich gab es den Y52 mit einem zuverlässigen Motor der Firma Ydral. Im Jahre 1955 folgte ein neues Modell “Guepar” und 1956 der kleine “Cabri” mit 80ccm.
Leider mußte 1959 Konkurs angemeldet werden und die Fima verschwand. Aus heutiger Sicht bleibt einem bei dem “Design” die Spucke weg. Mir jedenfalls. Man sitzt bequem wie auf einem Küchenschemel, auf der breiten
Armaturentafel hat man jede Menge Platz für das Baguette, den Camembert und die Kaffeemaschine. |
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Motorisiert ist die Fuhre mit einem 6 PS starken 125ccm Motor von Ydral- etwa das Französische Pendant zu Fichtel & Sachs. Ein sehr verbreiteter
Motor, der in sehr vielen Zweirädern Frankreichs Verwendung fand- Bis heute sind noch Ersatzteile verfügbar. Der Doppelport-Zylinder mit dem kurzen Auspufftopf und breitem Krümmer ist eine Schönheit. Schade daß er in
solch schmucklosem Blech versteckt wird. Glücklicherweise ist der Motor an diesem Roller schon überholt worden. Ich brauche mich also nur noch um den Rest zu kümmern.Die Lackierung ist anscheinend ein Zaunlack, der
mit einer Klobürste aufgetragen zu sein scheint. So grobborstige Pinsel werden selbst in Frankreich nicht verkauft. Aber immerhin hat er den Rost nach so langer Zeit recht wirkungsvoll abhalten können. |
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Die Federung besteht aus einer Schwinge (vorne geschobene Kurzschwinge, hinten gezogene Langschwinge), die jeweils mit 4 Gummiringen aufgehangen
ist. In Verbindung mit 8 Zoll Bereifung bedeutet das zwar einen grausamen Fahrkonfort, aber ist recht simpel zu reparieren. Erstazteile liefert jede Kurzwarenabteilung. Oder man plündert Omas Einmachgläser.
Ebenfalls sehr praktisch: Den Sprit füllt man ins Handschuhfach. Der Stutzen ist Armdick und ragt wie eine Bettpfanne (nicht verwechseln ! - Sprit tanken !!) unmißverständlich links nach vorne, damit das
Ziel mit dem Zapfhahn auch ganz sicher zu treffen ist. Der Tankdeckel ist nur lose eingesteckt - wahrscheinlich fehlt hier eine Dichtung. Der Benzinhahn ist ganz besonders findig und gut versteckt: rechts in
der Ecke zwischen Armaturenbrett und Tank ist ein Stohhalmdünner Stutzen mit einer Rändelschraube. Fädelt man die auf, läufts unten raus. Bis zum Vergaser ist es dann eine ziemlich lange Strecke unter dem
Trittbrett entlang und dann rauf....Getreu dem Physikalischen Prinzip des Niveauausgleichs könnte da auch was ankommen, da der Tank höher hängt als der Vergaser. |
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Als erstes nehme ich mir die Vordergabel vor. Diese wird lackiert und neu gelagert. Was für ein Glück, daß die Franzosen anfang der 50er schon DIN
Lager kannten. Ich nehme gleich gekapselte Lager, dann kann ich mir das einfetten der Achsen sparen. Das Lenkkopflager bestand aus zahllosen Teilen, die der Vorbesitzer wohl aus verschiedensten anderen
Rollern zusammengesucht hatte und somit überhaupt nicht zu einem funktionierenden Ganzen zusammenzusetzen war. Hier hilft nur ein standard Kegelrollenlager, die passenden Aufnahmen dafür musste ich neu
drehen. |
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