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Technische Fragen? Probleme? Kritik? Lob?
markus@frula.de Bitte !Ich freue mich über jede Mail, die mich
erreicht, aber KEINE Ersatzteilbestellungen
Kauf- oder Verkaufsanfragen, Restaurationsaufträge,Händleranfragen ICH BIN KEIN GEWERBE ! Bitte habt Verständnis, daß ich nicht alles kaufen kann, was mir angeboten wird. Dies
ist nur ein HOBBY, auch wenns nicht so aussieht. |
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Honda Motorroller - Honda Lead NH125 |
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Honda war in den 50er Jahren noch eine kleine, unbedeutende Firma. Hersteller wie Fuji waren mit ihrem “Rabbit” und Mitsubishi mit dem “Silver Pidgeon” schon
auf dem Markt. Im Jahre 1954 stellte Honda seinen ersten Motorroller vor: Der Honda Juno K, ein 170 kg schweres bewußt aufwendig gebautes Monster mit einer noch nie dagewesener Fiberglaskarosserie. Der Antrieb
erfolgte durch einen 189ccm großen 4-Takt Motor mit nur 6,4 PS. Die 3 Gänge wurden manuell geschaltet. Leider wurde der Roller kein Erfolg. Er war zu schwer, zu lahm, zu teuer. Außerdem schätze man in Japan - ähnlich
wie in den USA das Automatikgetriebe. Es wurde nur knapp 6000 stück gebaut. Im November 1961 wurde die nur um 13 kg abgespeckte neue Generation Juno M vorgestellt. Zum Einsatz kam ein Luftgekühlter 2 Zylinder 4-Takt
Boxermotor mit 170ccm, der 12PS leistete. Es sollte ein leicht zu bedienendes Fahrzeug sein, in dem ein Hydraulisch-mechanischer Antrieb (HRD-Transmission) sein Unwesen trieb. Die Basis für diesen neuen
Automatik-Antrieb war die Lizenz eines Italienischen Patentes für den Antrieb von Werkzeugmaschinen. Leider fehlten zu dem Zeitpunkt noch elektronische Regler, daher mußte das Drehmoment mit dem linken Griff
"geschaltet" werden. Dem Kunden tat man damit keinen Gefallen. Das Fahrzeug wurde mit nur 5880 verkauften Exemplaren auch ein Flop. Danach konzentrierte sich Honda erstmal auf den Bau von Rennmotorrädern -
auch mit Automatikgetrieben. Als "Hondamatik" wurde dieser Antrieb sogar Weltbekannt. Erst in den späten 70er Jahren griff man den Bau von Motorrollern wieder auf. Wegen der immer stärker vorherrschenden
Enge in Japanischen Metropolen wüschte man sich kleine, leichte, einfach zu fahrende Fahrzeuge. Das erste Produkt war der NH50. Als leichter, sehr zuverlässiger und leistungsfähiger Antrieb wurde ein 50ccm luftgekühlter
Motor entwickelt - später auch 80 und 125ccm. Alles was es an modernen Neuerungen gab wurde in dieses Produkt gestopft: Anlasser, Fliehkraftkupplung, Getrennschmierung, Plastikverkleidungen und ein bewährtes
Riemen-Automatikgetriebe. Diese als mechanische CVT (DKW Hobby 1954) oder "Variomatik" (1954 von DAF eingesetzt) lieferte zur Motordrehzahl immer die Passende Übersetzung ans Hinterrad. Zum ersten mal
brauchte man sich um das Schalten überhaupt nicht mehr zu kümmern, denn ein (Keil-)Riemen läuft zwischen Kurbelwelle und Endantrieb auf 2 federbelastete Kegelscheiben. Steigt die Drehzahl, drückt ein Variator durch
Fliehkräfte der Rollen die Scheiben zusammen. Der Riemen wird auf eine höhere "Umlaufbahn" gedrückt. Am endantrieb kommt daher immer die benötigte Übersetzung an. Im Jahr 1983 begann man mit dem Export in
die Ganze Welt. Aus Gründen, die man heute nicht mehr weiß wurden die Roller je nach Land unterschiedlich benannt: Aero für USA und Kanada, LEAD für Europa, außerdem Melody, Tact, Mascot usw. |
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Ich war mal eine Brotdose: Armaturenbrett des Lead mit allen Anzeigen die möglich sind, nur der Selbstzerstörungsknopf fehlt... |
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Anfang der 80er Jahre, als man den Motorroller schon totgeschrieben hatte, schafften es Einflüsse aus Japan eine neue Ära des vollverkleideten Zweiradfahrens
einzuläuten. Mit Variomatik, Fliehkraftkupplung, elektronischem Choke, automatischem Benzinhahn, Getrenntschmierung, CDI Zündung, Tankuhr und Drehzahlmesser entstanden nach 1980 massenhaft seltsam kubisch geformte
Fahrzeuge, deren Verkleidungsteile weitgehend aus Kunststoff hergestellt waren. Aber alles andere bleibt klassisch, so wie man es kennt: Luftgekühlter Zweitakt Motor und Trommelbremsen |
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Aber nach gut 26 Jahren muß man zumindest den Klassiker-Status dieser Fahrzeuge langsam befürchten.Freuen konnte ich mich, als ich
eine Kiste Technik mit Ersatzmotor dazubekommen konnte. Das Erleichterte die Sache, schließlich begab ich mich auf technisches Neuland... |
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Nach Demontage der meisten Plastikteile, kommt man wunderbar an den Motor mit Antrieb.Noch konnte ich keinen Motorschaden feststellen,
Der Motor dreht, hat Kompression und die Variomatik scheint auch in Ordnung. Vielleicht nur ein Elektrisches Problem? Ich nahm mir vor gleich beide Motoren zu überholen. Dafür wurde erstmal alles zerlegt.
Dabei traf mich fast der Schlag: Der Motor im Roller hatte einen so großen Kurbelwellenlagerschaden, daß das Polrad bereits an die Spulen anschlug und es in Stücke gehauen hatte. Gleichzeitig wurde dadurch
das Pleuel gebogen, so daß der Kolben sich im Zylinder regelrecht kaputtgescheuert hatte. Die Umherfliegenden Späne hatten noch dazu das Ritzel der Ölpumpe zerstört. Kolben, Zylinder, Lager, Dichtringe,
Lichtmaschine, Ölpumpe: Schrott. Ich hasse es, wenn sich Befürchtungen bewahrheiten. |
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Kolben: vorne zerfresse, hinten leicht geklemmt. |
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