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Die Lichtmaschine /Dynastarter

Wer sich an den Physikunterricht erinnert, weiß vielleicht noch, dass eine Spule, die in einem Stromdurchflossenen Leiter (Magnetfeld) bewegt wird Spannung induziert. Nach diesem Prinzip funktioniert die Lichtmaschine in unseren Rollern. Wenn der Motor läuft, dreht sich die Lichtmaschine und gibt Saft ab. Der Dynastarter ist nur eine Erweiterung der Lichtmaschine um einen zusätzlichen Leiter, damit sie auch umgekehrt funktioniert. D.h. sie dreht sich, wenn Saft draufgegeben wird. Diese Funktion lässt sich zum Anlassen des Motors verwenden.

Aus Platzgründen sind auf dem Dynastartergehäuse auch Teile der Zündung zu finden, z.B. Unterbrecherkontakt, Nocke, Kondensator usw. welche aber nichts mit der Stromversorgung zu tun haben und erstmal unberücksichtigt bleiben.

Der Regler ist zwischen Lichtmaschine und Bordnetz geschaltet und sorgt dafür, dass nicht zuviel Saft ins Bordnetz fließt, damit die Verbraucher keinen Schaden nehmen.

Funktion:

Wird die Zündung eingeschaltet, fließt Stom über den Anschluss DF – auch FELD bzw. FELD- bzw ERREGERWICKLUNG genannt – also in die Wicklungen im Inneren des Gehäuses ringförmig angeordnet sind und bauen dadurch so unser Magnetfeld auf. Wird jetzt Die Spule gedreht, also das fette Teil – auch Anker genannt, welches innen auf dem Kurbelwellenstumpf sitzt und von den Wicklungen umgeben ist – wird der Strom induziert und im vorderen Teil des Ankers über Kollektorlamellen auf Schleifkohlen abgegriffen und am Anschluss D+ bzw. 61 in den Regler also ins Bordnetz geleitet.

Die Anlasserwicklungen sind mit im Erregerfeld angebracht. Gibt man dort Saft drauf, wirken diese wie ein Elektromotor und treiben den Anker an.

Bevor man einen neuen elektronischen Regler montiert, bzw. nach Beendigung der Restauration, ist es ratsam die Lichtmaschine auf ihre Grundlegende Funktion für den Regler zu testen, damit dieser nicht direkt Schaden nimmt. Dabei nehmen wir uns die Haupteigenschaften der Lichtmaschine zur Hilfe:

-  Das Induktionsfeld F bzw. DF schließen wir an Masse an und machen es damit unwirksam.

-  zwischen Stromanschluss D+ / 61 und Masse wird ein Voltmeter angeschlossen.

- Nun den Motor starten, das Meßgerät zeigt steigende Spannung an, je mehr Gas man gibt (zw. 0...30 Volt)

- DF Anschluss von Masse lösen: das Feld baut sich auf und die Spannung bricht auf etwa unter 2 V ab.

Wenn weiterhin hohe Werte angezeigt werden hat der Stator im Bereich der Feldspulen und deren Anschlüsse DF und D+ einen Schaden. Läßt man ihn dennoch mit dem Regler laufen, brennt dieser unweigerlich durch !

Ist sichergestellt, daß der Generator vorschriftsmäßig funktioniert, wird der Regler eingebaut und verdrahtet. Hat man einen Regler der eingestellt werden kann, so wird er bei einer Motordrehzahl von ca. 2000 Touren auf ca 13,8 bis 14,2 eingestellt. Drehung am Poti (mit kleinem Schraubendreher) in pos. Uhrzeigerrichtung bewirkt eine Erhöhung der Ladespannung.


Für eine genauere Untersuchung der Lichtmaschine läßt sich zusätzlich noch folgendes messen:

(Dynastarter ausgebaut, Anker und Kohlen entfernt, alle Verbindungen gelöst). Im Laufe der Messungen bauen wir das Gerät nach und nach wieder zusammen.

Anschlüsse DF, 1 und 61 Am Gehäuseausgang dürfen untereinander keinen Durchgang haben (Widerstand unendlich) Falls doch ist irgendwo ein Kurzschluss vorhanden.

Gleiches gilt für die 3 Anschlüsse gegen Gehäusemasse. Ansonsten ist irgendwo eine Scheuerstelle.

Die 3 Anschlüsse und das jeweilige Ende des Kabels messen ( DF - +Ende des Drahtwiderstandes – gelbes Kabel, 1 – Ende am Unterbrecherkontakt, 61 - +Kohlenanschluss – rotes Kabel)  hier soll jeweils Durchgang sein (Widerstand 0) wenn nicht ist ein Kabel irgendwo gebrochen)

Jetzt wird der U-Kontakt montiert. Der Kontakt 1 gegen Gehäusemasse muß jetzt Durchgang haben (Widerstand 0)

Der U-Kontakt wird geöffnet – jetzt muß das Messgerät unendlich anzeigen.

Falls nicht ist der U-Kontakt falsch ein- bzw. zusammengebaut (Plastikscheibchen?)

Die Führungen, in denen die Kohlen stecken messen wir gegen Gehäusemasse. Es darf kein Duchgang sein (Widerstand unendlich) wobei das bei den minus-Kohlen egal ist.

Kontakt DF am Gehäuseausgang mit angeschlossenem Drahtwiderstand wird nun gegen Gehäuse gemessen – hier muß das Messgerät 9 Ohm anzeigen (+Kohlen Anschlüsse nicht angeklemmt)

Gesamter Wicklungswiderstand Anlasser: +Kohlen Anschlüsse getrennt. Anschluss Anlasser Feldwicklung 1 gegen Anlasser Anschluss muß Widerstand 0 ergeben (Durchgang) ansonsten ist eine Kupferbrücke gebrochen oder eine Feldwicklung defekt.

Gesamter Wicklungswiderstand Generator: +Anschlüsse getrennt, Drahtwiderstand getrennt, Generator Feldwicklung 2 gegen Gehäuse muß Widerstand 0 ergeben (Durchgang) ansonsten ist eine Wicklung oder eine Kabelverbindung dazwischen defekt.

DF montiert, beide Wicklungsanschlüsse an den +Kohlen entfernt, Anlasser-Anschluss gegen Gehäuse ergibt Widerstand unendlich (kein Durchgang). Ansonsten ist eine Anlasserwicklung defekt oder Kurzschluß vorhanden.

DF und Anschluss 61 (rotes Kabel) wird jetzt an +Kohle montiert, (Drahtwiderstand entfernt) Kontakt 61 oder F gegen Gehäuse ergibt Widerstand unendlich (kein Durchgang) – ansonsten ist eine Isolation defekt oder ein Kurzschluß liegt vor)

Fertig montierter und verdrahteter Dynastarter:

+Kohlen Kontakt gegen Gehäusemasse ergibt 14 Ohm.

Anlasser-Anschluss gegen Gehäuse ergibt ca. 14 Ohm

Anlasser-Anschluss gegen Kontakt F ergibt ca. 5 Ohm

Anlasser-Anschluss gegen Kontakt 61 ergibt ca. 0 Ohm

Kontakt F gegen Gehäuse ergibt 9 Ohm

Kontakt F gegen Kontakt 61 ergibt ca. 5 Ohm

Kontakt 61 gegen Gehäuse ergibt ca. 14 Ohm

Am Anker gibt’s auch was zu messen:

Schleifkontaktlamelle gegen Schleifkontktlamelle: 0-0,2 Ohm

Schleifkontaktlamelle gegen Ankerachse : Widerstand unendlich

Schleifkontaktlamelle gegen Aussenlamelle: Widerstand unendlich

Aussenlamelle gegen Ankerachse: 0 Ohm

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