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Reisebericht

mit 500 Nudeln

 

 

          durch Deutschland

27. 08. - 10. 09. 2004

1.Tag

Freitag 27.08.2004 wechselhaft / Regen

Porz / Troisdorf ->Wiesbaden

Für 16.00h ist die Abreise geplant. Wie immer ist das nicht möglich, weil ich jede Menge Zeug vergessen habe zu packen. Die meisten Sachen haben wir mit der Post nach Kallmünz vorgeschickt.

Um 18.00h ist es dann endlich so weit. Kilometerstand 70756 auf meiner PX kurz notiert, dann 160km bei wechselhaftem Wetter und gelegentlichen Regenschauern. Markus ist lange Strecken nicht gewöhnt, deshalb machen wir viele Pausen und sind erst gegen 21.00h bei Hakers in Wiesbaden.

Ein Weizen noch und ab in die Falle.

Tagesstrecke: ca. 180km

2.Tag

Samstag 28.8.2004 wechselhaft/Regen

Wiesbaden  Aschaffenburg Wiesbaden

Nach einem ausgiebigen Frühstück fahren wir gegen 11.00h bei zeitweise heftigem Regen nach Aschaffenburg zum Museum Rosso Bianco. Als wir um 13.00h dort eintreffen ist es noch geschlossen. So vertreiben wir uns bis 16.00h die Zeit mit Döner essen und Nickerchen auf der Museumstreppe.

Der Einlaß ist auch nur Ausnahmsweise für uns, da eine Gruppe sich angemeldet hat und ansonsten das Museum ganz geschlossen wäre. Glück gehabt!

Zu sehen bekommen wir eine beeindruckende Sammlung von Sport und Rennwagen vieler Epochen, sowie die Rollersammlung Krüger.

Um 20.00h sind wir wieder in Wiesbaden. Naß geworden sind wir nur kurz, aber heftig.

Nach Absackerweizen und vergeblichen Versuchen meine Kamerakarte in den Rechner zu lesen, gehen wir ins Bett.

Tagesstrecke: ca. 220km

schnarch...

3.Tag

Sonntag, 29.8.2004 bewölkt

Wiesbaden Neckarsulm Kallmünz

Direkt nach dem Frühstück fliegen wir gegen 10.00h nach Neckarsulm. Trotz bedecktem Himmel haben wir keinen Tropfen abbekommen.

Gegen 14.00h sind wir in NSU angekommen und haben uns die umfangreiche Motorrad und Rollersammlung angesehen.

Roller ! ...

NSU Museum Neckarsulm

16.45h machen wir uns auf den Weg nach Kallmünz bei Regensburg. Die gut 300km ziehen sich wie Pudding und sind eine Qual für Mensch und Maschine. Da Markus die PX noch nicht lange hat und sich bei hohen Geschwindigkeiten noch nicht sicher fühlt, ist die Höchstgeschwindigkeit auf 90km/h begrenzt.Wir durchbrechen die 800km-Marke.Um 22.00h sind wir dann doch beim Gästehaus Scholz eingetroffen und werden von Sabine, der schwangeren Tochter des Hauses, begrüßt.10 min später steht Berta vor unserer Zimmertür, die Hausherrin, und will sehen, ob wir schon da sind. Sie ist extra von einem gemütlichen Abend aus der Dorfkneipe „Bürstenbinder“ zurückgekommen.Das Zimmer ist ein Traum!

Tagesstrecke: ca. 400km

4.Tag

Montag 30.8.2004 trocken / sonnig

Kallmünz und Umgebung

Am Morgen werden wir noch einmal herzlich empfangen und von Bertha und Albert zum Frühstück eingeladen. Dann geht’s erst mal zum Einkaufen. Nudeln, Soße und Fertigfutter wandern in unseren Einkaufswagen. Die Nudeln werden uns nun bis zum Ende der Reise begleiten.

Wir wollen das super Sommerwetter ausnutzen und durch den Ort und zur Burg hinauf spazieren und fragen  Albert nach dem Weg. Dabei stoßen wir an unsere Sprachbarriere und verstehen außer: „Warum wollts des wissen? Die sieht man doch auch von hier unten“, nichts mehr von der darauf folgenden Wegbeschreibung. Querfeldein durch die Pampa kommen wir dann doch noch dort an und haben eine herrliche Aussicht auf  Stadt und Umgebung. Kallmünz liegt an der Mündung der Filz in die Naab und wird fast jedes Jahr vom Hochwasser heimgesucht. Deshalb befinden sich in den tiefer gelegenen Häusern die Haustüren im ersten Stock, genau wie der Bürgersteig. Lediglich die Strasse ist im Erdgeschoß! Das gibt dem Ort einen einmaligen Charakter. Mit Kopfsteinpflaster und bunten Fassaden, die in dieser Region üblich sind und Uraltem Baubestand, der sich an den Burgfelsen schmiegt (es gibt sogar ein Haus ohne Dach) lädt der Ortskern zu gemütlichen Spaziergängen ein.

Nachmittags besuchen wir in Krachenhausen die Firma Rasaway, Rollerservice Krachenhausen. Und erstehen dort einen neuen Reifen für mich. Die Burg Wolfegg, lange Zeit privat bewohnt, steht auch noch auf dem Programm und lädt ein, in vergangenen Jahrhunderten zu schwelgen. Auf dem Heimweg fahren wir kurz in Beratzhausen am Bahnhof vorbei, um Zeiten und Kosten der Bahnfahrt zum Deutschen Museum in München zu erfragen. 33,-Euro sind uns entschieden zu teuer.

Heute haben wir keinen Tropfen Regen abbekommen.

Tagesstrecke: ca. 100km

Blick über Kallmünz

Unsere Unterkunft

5. Tag

Dienstag 1.9.2004 sonnig

KallmünzMünchenKallmünz

7.30h fallen wir aus dem Bett und frühstücken. Gegen 8.45h steigen wir auf unsere Böcke und fahren „gegen“ München, wo wir um 15.00h dann auch, nach einer Odyssee, vor dem Deutschen Museum stehen.

Schlechter kann man eine Stadt gar nicht beschildern. München ohne Karte ist nicht empfehlenswert.

Im Museum sind die Automobile leider zur Zeit nicht ausgestellt, da umgebaut wird. Sonst gibt es aber eine Menge Interessantes zu sehen. Von Berg- bis Tunnelbau, von Schifffahrtstechnik bis Medizin, von Astrophysik bis Aeronautik, von Lokomotiven bis Luftfahrt, Musik, Chemie, Raumfahrt, Brückenbau, es gibt fast keinen Bereich, den man ausgelassen hat. Selbst eine Bibliothek befindet sich auf dem Museumsgelände. Wenn man alles sehen will, sollte man mindestens einen ganzen Tag einplanen. Da wir einen langen Weg vor uns haben, treten wir um 17.30h bei herrlichem Wetter die Heimreise über Landstrasse an, da auf der Bahn  Stau herrscht. Dadurch sind wir erst um 20.30h todmüde, aber um einiges wissender, im Quartier.

Tagesstrecke: ca. 400km

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