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Zündapp Bella R204

Juni 2006 Noch eine ! Diese wurde mir von René Kamphuis geschenkt, der sie leider nicht aufbauen kann. Sie ist weitgehend vollständig und unter dem Rost von überraschend guter Substanz. Schon beim Sichten der Teile entdeckte ich den Grund dafür, warum das Teil im Keller landete: Pleuelbruch wegen Kolbenfresser. Da hatte wohl jemand zu wenig Öl getankt.

Es ist äusserst ärgerlich, wenn sowas passiert...

Dezember 2006 Die Restauration läuft weitgehend parallel zu meiner Gespannmaschine. Zunächst das übliche: reinigen und neu lackieren aller Fahrwerksteile. Die großen Blechteile verschiebe ich auf den Sommer. Jetzt ist es mir zu kalt. Da der Motor schon komplett zerlegt war mache ich jetzt damit weiter. Zuerst wurden alle Lager und Wellendichtringe ersetzt. Am schwierigsten war es die alten Kurbelwellenlager zu entfernen. Auch hier hat mir Eberhard wieder geholfen. Mit Fachkundiger Hand und der Flamme eines Autogenbrenners gab sich jede Lagerschale geschlagen. Die alten Kurbelwellenlagerschalen wurden kurzerhand aufgefräst. Ein passendes Pleuel fand sich in den Ersatzteilkisten. Da es aus 2 Hälften besteht erspart man sich hier ein Zerlegen der Kurbelwelle. Danke Zündapp !

Motorüberholung: Die 2 Motorgehäusehälften. oben: aufgefräster Lagerring

 Nach Einbau aller neuen Lager kommt die nächste Schwierigkeit: das Ausdistanzieren des Getriebes. Hier heißt es den Platz, den das Getriebe im Gehäuse einnimmt messen, dann den Platz im Motorgehäuse. Das Getriebe sollte möglichst 1/10 mm kleiner sein, damit genug Spiel für einwandfreie Funktion da ist. Besonders achten sollte man auf die Kurbelwelle. Ursprünglich gehören hier 2 Schulterlager rein. Durch beilegen von Distanzscheiben wird das Lagerspiel eingestellt. Das Problem kann man umgehen indem man einfach 2 gängige Rillenkugellager 6305 nimmt. Jedoch hat man es beim fügen der Motorgehäusehälften etwas schwerer, da man die Hälften erhitzen muß.Die Kurbelwelle kommt dabei übernacht ins Gefrierfach.

Wenn man die Kurbelwelle einfriert und das Lager erhitzt rutscht letzeres fast von alleine auf die Welle.

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