Der Rollermarkus

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Zündapp R50

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März 2007 Diese Anschaffung ist der geglückte Versuch meine Freundin ohne Besitz eines passenden Führerscheins mit dem Rollervirus zu infizieren. Leute, es ist geglückt. Jeden Tag höre ich jetzt von ihr: “Brummbrumm....Rollerfaaaaaaaahhnn!”

Es handelt sich um das Modell 561-003 Baujahr 1967 - soweit ich weiß hat Zündapp mit der R50 den letzten Blech-Schaltroller auf den Deutschen Markt gebracht.

Schiieeeeb...brummmmmspotzspotz.     läuft! Aber nur mit einer Ladung Bremsenreiniger im Luftfilter.

Der Motor wäre also in ordnung...

In der Schwimmerkammer fand ich keinen Sprit, nur irgend so einen komischen Schmadder.

...und auch die Hauptdüse war völlig verdreckt.

kann ja dann nur noch am Vergaser liegen......

und diese brettharte Stange, die mal eine Benzinleitung war....

April 2007 Nach einer gründlichen Reinigung des Vergasers lief der Motor, aber mehr mit Glück. An ein gesunden Leerlauf war irgendwie doch nicht zu denken. Nach Tagelangen “Beiflicken” gab ich die Hoffnung auf, diesen Roller auf die Schnelle für meine Freundin fahrfähig zu bekommen. Irgendwas stimmte mit dem Motor nicht. Es war so gut wie alles hinüber. Beide Bremsen funktionierten nicht mehr richtig, sämtliche Silentblöcke der Federung ausgeschlagen, Der Lenkanschlag gebrochen, das Lenkkopflager knirschte vor Dreck.

In den folgenden 4 Wochen zerlegte ich den Roller grob und machte alles wieder gängig. Die Rückstellfedern von den Bremsen hatten sich in den Hebel eigearbeitet und sperrten sich dadurch selber. Es hat eine Weile gedauert, bis ich dahinter kam, eine Reparatur war dann schnell erledigt. Ein einfacher Bolzen steckte ich in die Bohrung oben am vorderen Kotflügel, der als neuer Lenkanschlag diente. War wohl auch original so (?) Der Rost wurde beseitigt und der Lack ausgebessert.

Eine Überraschung erlebte ich beim Öffnen des Motors: gut ein Zentimeter dicker Ölschlamm schwamm darin herum. Hat dieser Motor seit 1967 jemals frisches Getriebeöl gesehen? Der Kurbeltrieb zeigte sich in sehr gutem Zustand, auch der Zylinder war  - Dank Nicasilbeschichtung - völlig unbeschädigt. Der Kolben sah noch aus wie neu, die Kolbenringe noch völlig intakt. Ich besorgte neue Lager und Wellendichtringe und baute den Motor wieder zusammen. Um den Kurbeltrieb einzubauen ging ich wieder genauso vor, wie ich es schon bei der Bella praktiziert habe. Im Gegensatz zum Vorschlag der Werkstattanweisung presse ich zuerst die Lager auf die Welle. So läßt sich die Einheit zwischen den erhitzen Motorhälften besser einbauen

Nach dem Öffnen: Ölschlamm !

Alles sauber und Kurbelwele eiskalt

Nach der “Hochzeit” und der Justierung aller Züge, sprang der Motor wieder an und knatterte fröhlich vor sich hin. Eine Fahrt zur Tanke und ins Dorf wurden schon erfolgreich absolviert !

Roller faaahn !

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